Ulrike Ellinger - Dore Jacobs Berufskolleg in Essen
geschrieben von:
Ulrike Ellinger
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Allgemein
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Fachliche Kompetenzen in der Bewegungspädagogik

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Für den Bildungsgang Bewegungspädagogik (Gymnastiklehrer/in) und Fachabitur finden Sie im Folgenden eine Zusammenfassung der fachlichen Schwerpunkte der Berufsausbildung. Die Unterteilung in Themenbereiche erfolgt hier im Sinne einer besseren Übersichtlichkeit. In der Ausbildung sind die Fächer und Inhalte eng miteinander verbunden und vieles wird fächerübergreifend unterrichtet.

BEWEGUNGSPÄDAGOGIK IN THEORIE UND PRAXIS

Dieses Fach vermittelt bildungswissenschaftliche und methodisch-didaktische Grundlagen für das berufliche Handeln als Lehrerpersönlichkeit. Sie erproben, üben und reflektieren bewegungspädagogische Lehr- und Lernprozesse. Sie reflektieren Ihre eigene berufliche Rolle als Lehrerin bzw. Lehrer und erhalten ihre eigene berufliche Gesundheit.

Die Themen berücksichtigen die große Bandbreite Ihrer beruflichen Einsatzmöglichkeiten und vermitteln die erforderlichen Kompetenzen:

  • Gruppenorientiertes Arbeiten
  • Entwicklung in den verschiedenen Lebensphasen
  • Lehr- und Lernprozesse mit verschiedenen Altersgruppen
  • Lehr- und Lernprozesse mit verschiedenen Zielgruppen
  • Erhaltung der Berufsgesundheit (Identität, Supervision, Fallberatung)
SPORTMEDIZINISCHE GRUNDLAGEN

Dieses Fach entwickelt ein breites humanbiologisches und sportmedizinisches Grundlagenwissen und leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, im Berufsalltag angemessen und zielgerichtet handeln zu können.

 

Ausgehend von der beruflichen Praxis ermöglicht das Fach den Erwerb folgender Kompetenzen:

  • Erforderliche Kenntnisse der Anatomie und Physiologie des menschlichen Organismus, der allgemeinen und speziellen Pathologie, Pathophysiologie ausgewählter Organe und Organsysteme
  • Erkennen der Zusammenhänge von Ernährung, Bewegung, Training und Sport, sowie von Bewegungsmangel und die Auswirkungen auf den gesunden und kranken Organismus
  • Bewegungspädagogisches Handeln und bewegungstherapeutische Interventionen in der Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation
  • Förderung des eigenen gesundheitsbewussten Verhaltens und selbstständiger, gesundheitsbezogener Handlungen
  • Anwendung von wissenschaftlichen Verfahren und Erkenntnisweisen

Das Fach Sportmedizinische Grundlagen steht in enger Verbindung mit dem Fach Bewegung in Prävention und Rehabilitation. Es vermittelt das erforderliche Hintergrundwissen für eine qualifizierte Analyse, Planung, Durchführung und Evaluation von Bewegungsprogrammen und -prozessen in den Arbeitsfeldern der Gesundheitsförderung, der Prävention und Rehabilitation. Die Themenbereiche sind:

  • Halte- und Bewegungsapparat
  • Nervensystem
  • Physiologie der Skelettmuskulatur
  • Herz-Kreislauf-System
  • Atmungssystem
  • Ernährung und Stoffwechsel
  • Geschlechts- und altersspezifische Aspekte im Sport
    BEWEGUNG IN PRÄVENTION UND REHABILITATION

    Basierend auf einer intensiven Auseinandersetzung mit Inhalten der Bewegungspädagogik und mit sportmedizinischen Grundlagen vermittelt dieses Fach Kenntnisse und Kompetenzen im Bereich präventiver und therapeutischer Bewegungsmaßnahmen.

    Sie erwerben erforderliche Kenntnisse in der Analyse von Haltung und Bewegung sowie trainings- und bewegungswissenschaftliche Grundlagen in Bezug auf unterschiedliche Zielgruppen in den folgenden Themenbereichen:

    • Trainings- und Bewegungslehre
    • Grundlagen der Sport- und Bewegungstherapie
    • Erfassung und Analyse von Haltung und Bewegung
    • Sportspezifische Techniken
    • Psychophysische Spannungsregulation (Theorie/Praxis)
    • Zielgruppenspezifische Bewegungs- und Trainingsmaßnahmen
      FUNKTIONELLE UND KREATIVE BEWEGUNGSBILDUNG

      Dieses Fach vermittelt umfassende Grundlagen sowohl in der Bewegungspraxis als auch in der kognitiven Verarbeitung ganzheitlicher Bewegungsprozesse. Im Mittelpunkt steht der Mensch in seiner Ganzheit als körperlich-geistiges und psychosoziales Wesen.

      Unter Beachtung anatomisch-physiologischer Gesetzmäßigkeiten und psychosomatischer Zusammenhänge entwickeln Sie Ihre eigene Bewegungs- und Gestaltungsfähigkeit sowie ein eigenes Wahrnehmungs- und Ausdrucksvermögen.

      Grunderfahrungen mit der eigenen Körperlichkeit und dem Sich-Bewegen werden vertieft. Entlang eines stetig geführten Prozesses von Erfahren, Erkennen, Üben und Anwenden werden Bewegungsfertigkeiten erlernt und Sicherheit und Selbstverständnis im Umgang mit dem eigenen Körper vermittelt.

      Sie lernen, auf Basis dieser umfassenden Selbstwahrnehmung und Selbsterfahrung fachlich fundierte Lehr- und Lernprozesse zu initiieren und zu begleiten. Die Themenbereiche sind:

      • Wahrnehmung
      • Motorische Grundformen
      • Funktionelle Gymnastik
      • Bewegungstechniken
      • Rhythmik
      • Kreative Ausdrucksformen
      • Methodisch-didaktische Anwendungen

        (Text basiert u.a. auf den curricularen Skizzen zum Bildungsgang Staatlich geprüfte/r Gymnastiklehrer/in des Landes Nordrhein-Westfalen, Ministerium für Schule und Weiterbildung)